Die Liedertafel Ehingen ist der älteste Verein in Ehingen

Der Verein wurde im Jahre 1832 als Männerchor gegründet. Im Jahre 1946 wurde zusätzlich ein Frauenchor gegründet.
Seit dieser Zeit tritt der Verein als Frauen-, Männer- und gemischter Chor auf. Das Liedgut umfasst neben der klassischen Chorliteratur auch Volkslieder, Chorlieder aus Musicals, Folklore, Schlager, internationale Volkslieder, Lieder der 20er und 40er Jahre, sowie sakrale Musik. Diese Chorliteratur wird nicht nur zu Konzerten, sondern auch bei geselligen Anlässen zur Aufführung gebracht.

Die Liedertafel 1832 e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die mehr als 175 jährige Tradition zu bewahren, neue Ideen zu entwickeln, Freude an der Volksmusik zu vermitteln und dabei das Publikum auf einem musikalisch ansprechenden Niveau zu unterhalten.Chronik der Liedertafel Ehingen.

Chronik der Liedertafel Ehingen

1832

Der Musiklehrer und Kirchenmusiker Erhard Schmöger schart als “Chorregent” einige sangesfreudige Bürger um sich, um gemeinsam mehrstimmig zu singen. Als Dirigent übt er gleichzeitig das Amt des Vereinsvorstandes aus.

1854

In diesem Jahr kommt es zur Ämtertrennung von Vorstand und Chorleiter. Rechtsanwalt Steinhäuser übernimmt die Vereinsführung.

1858

Erste Fahnenweihe verbunden mit einem Gau-Liederfest

1859

Erstmals werden Protokolle von den Sitzungen geschrieben. Aus der ursprünglichen familiären Sängerclique ist ein straff geführter Verein mit strengen Regeln geworden. Jeder, der sich um eine Mitgliedschaft bewirbt, muss mindestens 20 Jahre alt sein und durch Vorsingen beweisen, dass seine Stimme den Anforderungen genügt. In diese Zeit fallen auch die ersten öffentlichen Auftritte. Regelmäßig finden monatlich sogenannte Produktionen statt,vergleichbar mit kleinen Konzerten, gedacht zur Pflege der Kameradschaft. Der Liederkranz wird zu einer tragenden Säule des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in der Stadt. Berichtet wird von Fastnachts- und Weihnachtveranstaltungen, Theateraufführungen, Cäcilienfeiern mit dem Kirchenchor, patriotischen Feiern zu den Geburtstagen vom König, später auch des Kaisers, Ständchen zu Jubiläen, auch werden Hochzeiten und Beerdigungen umrahmt. Doch auch die Freizeitgestaltung kommt nicht zu kurz. Es werden Ausflüge mit Chaisen und Jagdwagen oder Schlittenpartien unternommen und Waldfeste veranstaltet. Beliebt sind die Abendveranstaltungen im Freien als italienische Nächte mit Lampionbeleuchtung. Man pflegt freundschaftliche Beziehungen zu vielen Nachbarvereinen und besucht die Liederfeste des Donau-Bussen-Gaues, des schwäbischen und Deutschen Sängerbundes.

1860

Für 275 Gulden wird das erste Klavier angeschafft. Bisher hat man sich mit einer Geige für 12 Gulden Kaufpreis beholfen. Die 275 Gulden leeren nicht nur die Vereinskasse, sondern hinterlassen auch noch Schulden in Höhe von 100 Gulden. Der Sekretär des Vereins, Amtspfleger Amann, springt als Gönner ein.

1870/1871

Der Krieg hinterlässt beim Liederkranz nur geringe Spuren. Es werden Konzerte für die verwundeten Soldaten veranstaltet.

1883 bis 1912

Der Musikdirektor Georg Zoller dirigiert den Chor. Seine Kompositionen werden von den Ehinger Sängern gern dargeboten.

1888

Ein zweites Klavier wird gekauft. Der Vorsitzende Karl Kaim untersützt den Kauf mit einer großzügigen Spende.

1914 bis 1918

Es tobt der erste Weltkrieg. Da 27 der 35 Sänger eingezogen werden, finden ab 1916 keine öffentlichen Auftritte mehr statt.

1919

Nach dem Ende des ersten Weltkrieges erfolgt ein Neuanfang. Architekt Bottenschein ist gefallen, einige Sänger befinden sich noch immer in Kriegsgefangenschaft. Trotz dieser Umstände wird am 8. Juli das erste Konzert im Lindengarten aufgeführt. Der Dirigent, Rektor Blankenhorn, steht vor der schwierigen Aufgabe, aus den 45 neuen, meist ungeschulten Sängern in kurzer Zeit einen homogenen Chor zu bilden. Im Herbst des Jahres wird neben dem bestehenden Chor ein gemischter Chor gegründet. Es melden sich 45 Damen und Fräuleins, vom Männerchor werden 24 Herren, je 6 pro Stimme, durch Los bestimmt.

1920

Der Donau-Bussen-Gau wird gegründet. Der Chorleiter des Liederkranzes, Rektor Blankenhorn, wird gleichzeitig Gaudirigent.

1921

Der Gau-Sängertag mit 600 Teilnehmern aus 16 Vereinen findet in Ehingen statt.

1925

Beim Liederfest des Schwäbischen Sängerbundes in Esslingen erringt der Liederkranz Ehingen in der Sparte “Gehobener Volksgesang” einen vielbejubelten ersten Platz.

1932

Hundertjahrfeier des Vereins. Das zu diesem Anlass in Ehingen abgehaltene 3. Gauliederfest ist vor allem Georg Zoller gewidmet. In seiner Zeit als Dirigent gab er dem Liederkranz entscheidende Impulse. Seine Kompositionen lösen auch heute noch bei den Zuhörern Begeisterung aus. Der mittlerweile 80 – jährige Musikdirektor wird Ehrenbürger der Stadtgemeinde Ehingen.

1933

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten legt der Vorstand und Stadtrat C. Louis Feger sein Amt nieder. An seine Stelle rückt der bisherige 2. Vorstand, der ab sofort als “Führer” bezeichnet wird. Alle wichtigen Ämter werden nicht mehr von den Vereinsmitgliedern in freier Wahl vergeben, sondern vom Führer bestimmt. Immer häufiger wird der Liederkranz zu nationalen Kundgebungen herangezogen. Beim “Tag des Brotes”, zur „Volksabstimmung“ und zum “9. November” werden Auftritte verlangt.

1939 bis 1945

Der 2. Weltkrieg bringt schwere Einschnitte ins ereinsgeschehen. Die Proben müssen wegen zu geringer Beteiligung ausfallen. Jegliche Sangesfreude erlischt. Am Kriegsende sind 10 Sänger gefallen, andere kehren erst nach jahrelanger Kriegsgefangenschaft in die Heimat zurück.

1946

Die französische Militärregierung genehmigt die Gründung eines Gesangvereins. Die früheren Gesangvereine “Eintracht” und “Liederkranz” beschließen eine Fusion zur “Liedertafel Ehingen 1832 e.V.“ Gründungsvorstand wird Cornelius Schleker. Dirigent Oberlehrer Miller. Der neue Chor erfreut sich großen Zulaufs. Binnen Jahresfrist wächst die Sängerschar auf über 100 Männer und 75 Frauen.

1947

Das erste Frühjahrskonzert nach dem Krieg muss wegen des großen Erfolges wiederholt werden. Die Begeisterung der Bevölkerung übertrifft alle Erwartungen.

In der folgenden Zeit des Wiederaufbaus reiht sich Auftritt an Auftritt. Sängerfeste und Gau-Liederfeste wechseln sich ab. Der “Dramatische Club der Liedertafel” knüpft an die großen Theateraufführungen und Erfolge vergangener Jahrzehnte an. Der Chor unter den Vorständen Karlmann Härle und Ferdinand Dreher leisten Beachtliches. Zunehmend wendet man sich unter den Dirigenten den Musikdirektoren Otto Lex und Elmar Henger, dem Konrektor Willi Jaud und seit 1976 dem Rektor Heinz Feil, dem Kunstgesang zu. Doch nach wie vor steht das Volkslied neben Brahms, Mendelsohn, Haydn, Mozart, Schubert und Schumann, Distler und Bartok auf den Programmen; zusätzlich bereichert durch Madrigale, Chöre aus Opern, Operetten und Musicals.

1958

Die Liedertafel Ehingen hat ihren ersten Auftritt beim Süddeutschen Rundfunk in der “Stunde des Chorgesangs” mit Kompositionen von Mendelson-Bartholdy, Johannes Brahms und Richard Strauß

In den 1960-er Jahren mehren sich die Auftritte. Im Rundfunk bei der 1000-Jahr-Feier der Stadt Ehingen, Konzerte im ganzen schwäbischen Raum, Matineen, Tanzveranstaltungen, Ausflüge, Ständchen, kirchliche Feiern – sie sind kaum noch zu zählen. Die Veranstaltungen sind jedes Mal übervoll, besonders bei der Beteiligung der Jagdhornbläser, des Soldatenchors der 7. US-Armee aus Heidelberg oder junger Talente aus Ehingen.

1982

Die Liedertafel Ehingen feiert ihr 150-jähriges Bestehen mit einem Festkonzert der Sopranistin Angelika Lutz-Bechtle.

1987

Die Liedertafel Ehingen führt ein Konzert zusammen mit dem Heeres-Musikkorps 10 aus Ulm auf.

1989

Der 2-tägige Vereinsausflug der Liedertafel mit 2 Bussen und 82 Teilnehmern wird von Heinz Fischer und Hans Hamm geplant und führt nach Salzburg. Die Sängerinnen und Sänger nehmen an einer Stadtführung teil und wirken musikalisch bei einer Kath. Messe in der Kirche St. Blasius mit dem Organisten Anton Huber an der Orgel sowie dem Lektor „Franz Simon“ mit. Mit einem Besuch des Salzbergwerkes in Hallein endet ein, von Hans Hamm und Heinz Fischer, hervorragend organisierter Vereinsausflug

1991

Das Konzert in diesem Jahre ist dem Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart gewidmet. Weitere Mitwirkende bei diesem Konzert sind das Ulmer Kammerorchester und die Sopranistin Bernadette Flaiz.

1992

Die Liedertafel feiert ihr 160-jähriges Bestehen. Beim Jubelkonzert wirken der Altheimer Männerchor, der Liederkranz Kirchen, der Schülerchor Allmendingen und natürlich die Jubilare unter der Leitung von Heinz Feil mit. Der Verein hat 80 Sängerinnen und Sänger. Vorstand des Vereins ist Rudolf Schleker, Sohn des Gründungsvorstandes von 1946, Cornelius Schleker.

1993

Im Rahmen der “Singenden Barockstraße” findet in diesem Jahr ein Konzert in der Liebfrauenkirche in Ehingen zusammen mit dem Kirchenchor St. Michael Ehingen und dem Chor und Orchester des Gymnasiums Ehingen statt.

1994

Nach über 18 Jahren wird der Chorleiter Heinz Feil verabschiedet. Mit zwei Singstunden pro Woche (je eine für den Männer- und eine für den Frauenchor), sowie bei der Vorbereitung zahlreicher Auftritte und der Vertretung im gesellschaftlichen Bereich hat er sich große Verdienste erworben. Als Nachfolger wird der Musikpädagoge Helmut Steger verpflichtet. Da dieser auch anderweitige Verpflichtungen hat, findet ab diesem Zeitpunkt nur noch eine wöchentliche Singstunde statt.

1996

In diesem Jahr führt der Vereinsausflug erstmals hinter den ehemaligen “Eisernen Vorhang” und außerhalb des deutschen Sprachraums. Mit eine 4-tägigen Reise in die ungarische Hauptstadt Budapest und nach Esztergom, der ungarischen Partnergemeinde von Ehingen. Unvergessen war der freundliche Empfang im Rathaus in Esztergom, sowie das gemeinsame Konzert zusammen mit dem jungen Universitätschor der pädagogischen Hochschule von Esztergom.

Wegen der vielen Überschneidungen im Terminplan des Chorleiters Helmut Steger übernahm immer öfter der Sänger Anton Huber die Chorleitung. Im Juni tritt die Liedertafel im Rahmen des Ehinger Musiksommers neben anderen Chören aus der Region auf dem Groggentalplatz auf.

Im Dezember feiert der Frauenchor sein 50-jähriges Bestehen. Ein Ausflug führt die Frauen der Liedertafel in das vorweihnachtliche Augsburg. Beim Frühjahrskonzert 1997 gab es nachträglich zu diesem 50-jährigen Bestehen des Frauenchors für alle weiblichen Besucher des Konzerts Sekt und Rosen.

1997

Nach zehnjähriger Vorstandstätigkeit wird Rudolf Schleker verabschiedet. Als Nachfolger im Vorstandsamt wird Willi Reichle gewählt. Zum Jahresende beendet Helmut Steger ebenfalls seine Tätigkeit als Chorleiter. Er hat den Chor in knapp 4 Jahren gefordert und gefördert und damit auf ein beachtliches, stimmliches Niveau geführt.

1998

Tobias Wahren tritt die Nachfolge als Chorleiter an, der als Chorleiter am Ulmer Theater engagiert ist. Unter seiner Leitung werden das bestehende Repertoire, aber auch Kompositionen und Vertonungen von Tobias Wahren geprobt.

In seinem ersten Konzert wird mit Einsatz und Schwung ein afrikanisches Märchen von Tobias Wahren aufgeführt. In weiteren Konzerten werden von Tobias Wahren vertonte Gedichte von Clemens Brentano, eine Dichterreise, sowie eine Europareise aufgeführt. Zum ersten Mal gibt es ein Konzert ohne feste Programmfolge. Begleitet wird der Chor von Instrumentalisten aus der Ulmer Musikszene.

1999

Die Liedertafel nimmt an der zentralen Chorfeier zum 150-jährigen Jubiläum des Schwäbischen Sängerbundes im Congresszentrum in Ulm teil.

2001

Der erste Vorsitzende Willi Reichle hat bei der ordentlichen Hauptversammlung darum gebeten, einen Nachfolger für das Amt des 1. Vorsitzenden zu suchen. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wählte die Liedertafel eine Frau zur ersten Vorsitzenden. Inge Mayer übernahm die Führung des Vereins. Nach dem Rücktritt von Inge Mayer, im Jahre 2003 übernahm, satzungsmäßig, bzw. turnusgemäß bis zur nächsten Wahl der zweite Vorsitzende Wolf Rüdiger Stummer die Vereinsgeschäfte.

2003

Die Schriftführerin, Edeltraud Rommler schrieb am 26. Mai 2003:

Der Chor der Liedertafel ging am Freitag vom 23. Mai – 25. Mai 2003 auf große Fahrt! Ziel war die „Wachau“ in Niederösterreich, das großartige Kultur- und Naturkleinod an der Donau, das von der UNESCO im Jahr 2000 in die Liste des Kultur- und Naturerbes aufgenommen wurde. Mit einer Schifffahrt auf der Donau, dem Besuch des Städtchens Dürnstein, in dessen Burg einst König Richard Löwenherz gefangen gehalten wurde, sowie einem Besuch und mit einem musikalischen Auftritt in der Benediktinerabtei, Stift Göttweig, einer anschließenden „zünftigen Brettljause“ in einem „Heurigenlokal“, endete der erste Tag. Am nächsten Tag bei der Heimreise machte man noch einen Abstecher ins „Benediktiner Stift Melk“, sowie einen Besuch beim „Christkindl“. Anschließend begab man sich auf die Heimfahrt nach Ehingen.

2004

Bei der ordentlichen Hauptversammlung, zu welcher der kommissarisch ernannte Vorsitzende Wolf-Rüdiger Stummer eingeladen hatte, wird die turnusmäßige Wahl zum 1. Vorsitzenden, bis zur offiziellen Wahl die dann im Jahre 2005 stattfinden wird, bestätigt.

2005

Bei der ordentlichen Hauptversammlung, den satzungsgemäß anstehenden Wahlen, wird Wolf Rüdiger Stummer für das Amt des 1.Vorsitzenden, per Akklamation gewählt.

Es wird aber, aus was für Gründen auch immer, von ihm versäumt, diesen Eintrag in das Vereinsregister beim Amtsgericht Ehingen eintragen zu lassen. Somit ist nicht nur die Stelle des Vereinsvorsitzenden, sondern auch die Stelle des kommissarisch ernannten und auch gewähltem 2. Vorsitzenden Heinz Fischer nicht rechtens.

Der Vereinsausflug im Jahre 2005 führt vom 6. bis 8. Mai nach Thüringen. Auch dieser Ausflug, wie alle anderen Ausflüge auch, wird geplant und organisiert von Heinz Fischer.

Bereits die Auswahl des Berg-Hotels in Friedrichroda läßt ahnen, dass es auch bei diesem Ausflug viel zu sehen und zu erleben gibt. Der erste Höhepunkt ist der Auftritt des Chores unter der Leitung von Anton Huber vor dem Geburtshaus von Johann Sebastian Bach, dem „Bach-Haus“ in Eisenach und die anschließende Stadtführung. Danach ist der Besuch der „Wartburg“ mit einer weiteren Führung angesagt. Der Abschluss ist abends im Berghotel, in einem vorgesehenen Festsaal, bei netter Unterhaltung und Sketchen.

Am nächsten Tag ist der Besuch bei einem Glasbläser und anschließend der unvergessliche Besuch in der „Marienglashöhle“ angesagt. Auf der Heimfahrt findet noch ein weiterer Halt, in der mittelalterlichen Stadt Rothenburg o.d.Tauber, mit einer Stadtführung statt.

2007

Ein großes Festwochenende findet am 16. / 17. November 2007 statt. Die „Liedertafel Ehingen 1832“ kann seine 175-Jahrfeier in der Lindenhalle abhalten. Zu diesem Anlass wird eine Festschrift herausgegeben – für die Redaktion und die Zusammenstellung der Bild- und Werbebeiträge übernimmt Heinz Fischer die Verantwortung. Der eigentliche Festabend am 16. November wird eröffnet durch Wolf-Rüdiger Stummer und den Schirmherrn, Oberbürgermeister Johann Krieger.

Nach den Grußworten von Landrat Heinz Seiffert, dem Gauvorsitzenden Wolfgang Oberndorfer und dem Gauchorleiter Rolf Ströbele folgen Liedvorträge unter der Leitung von Chorleiter Tobias Wahren.

Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend ist die von Heinz Fischer an den langjährigen Chorleiter der Liedertafel Heinz Feil vorgenommene Ehrung mit einer Laudatio und der Überreichung der Ehrungsurkunde in welcher, unter stehendem Applaus Heinz Feil zum Ehrenchorleiter der Liedertafel ernannt wird.

Am 19. Dezember 2007 legt Wolf-Rüdiger Stummer überraschenderweise sein Amt als kommissarischer 1. Vorsitzender nieder.

Die Vereinsgeschäfte, mit dem Ordnen des Vereinsregister beim Amtsgericht Ehingen übernimmt nun auf Vorschlag vom AG-Ehingen, Heinz Fischer, sowie der frühere Vorsitzende Rudolf Schleker, welcher auch bis zur vorgezogenen Wahl bei der Ordentlichen Hauptversammlung, als Notvorstand, fungierte.

2008

Bei der ordentlichen Jahreshauptversammlung, am 27. Februar 2008, welche mit dem Liedvortrag, unter der Leitung von Tobias Wahren, „Liebe Freunde diese Stunde, sie gehört uns ganz allein“, eröffnet wird, begrüßt Rudolf Schleker die 53 Anwesenden, darunter die Ehrensängerin Liselotte Ulmer und den Ehrensänger Clemens Kleindienst. Er eröffnet die ordentliche  Jahreshauptbersammlung mit der Feststellung, dass die Einladung satzungsgemäß und fristgerecht erfolgt sei. Gleichzeitig informiert er die Versammlung über das seltsame Amt des Notvorstandes und wie er, im Einvernehmen mit dem AG-Ehingen, zu diesem Amt gekommen – und dafür eingesetzt worden sei. Er rufe daher, als Notvorsitzender und zugleich Wahlleiter umgehend den TOP 2 auf, mit dem Titel: Vorgezogene Wahlen!

Rudolf Schleker informiert die Versammlung, damit man wieder in den Turnus der regulären Wahlen komme und damit das Amt des 1.Vorsitzenden wieder recht- und satzungsmäßig besetzt werde, offiziell nun für 1 Jahr ein 1. Vorsitzender zu wählen sei. Sein Vorschlag wäre, den bisherigen kommissarisch tätigen 2. Vorsitzenden und aktiven Sänger Heinz Fischer, dessen Zustimmung ihm auch bereits vorliege, als 1. Vorsitzenden zu wählen. Da keine weiteren Wahlvorschläge vorliegen, wird Heinz Fischer per Akklamation für 1 Jahr zum 1. Vorsitzenden der Liedertafel gewählt

Beim TOP 8 „Ehrungen“ beschließt die Hauptversammlung auf Vorschlag des Vorstandes einstimmig, Rudolf Schleker zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen.

Die Südwestpresse Ausgabe vom 29. Februar 2008 titelt: Zukunft des Chorleiters Wahren ungewiss, die Chorleitersituation im Ulmer Raum ist prekär und es stelle sich auch ihm, Tobias Wahren, die Frage, ob nicht ein Chorleiter aus der näheren Umgebung für die Liedertafel zukunftsfähiger wäre?

Daraufhin befasst sich die Liedertafel mit der Situation, auch aus finanzieller Sicht, und es wird durch Inserate und Zeitungsanzeigen mit Alexander Lotz, wohnhaft in Berg bei Ehingen, ein neuer Chorleiter ab dem Jahr 2009 gefunden.

Als Ausflugsziel für den Vereinsausflug ist eine 3-tägige Südtirol-Reise vom Reiseleiter Heinz Fischer geplant, die er auch so bereits schon vorgefahren und organisiert hat – und welche dann vom 2. bis 4. Mai mit folgendem geplantem Ablauf stattfindet:
Auf der Hinfahrt 1. Halt in Burgeis, Weiterfahrt zum Hotel Löwen in Mölten mit fröhlichem Abschluss am Abend. Am 2. Tag Fahrt nach Bozen mit Besuch des Domes, Weiterfahrt nach Kaltern und dem Besuch eines Weinkellers  Mittagessen, Fahrt mit der Standseilbahn auf die Mendel. Am Abend fröhlicher Südtiroler-Abend im Hotel, am nächsten Morgen Heimfahrt über Brixen mit Halt am Dom in Brixen und anschließender Heimfahrt.

2009

Ab Juli ist der Musikpädagoge Alexander Lotz der neue Chorleiter der Liedertafel. Er löst damit Tobias Wahren ab der beinahe 11 Jahre die Liedertafel geleitet hat. Bei der Hauptversammlung am 14. Januar wird Günther Rothenbacher und Herbert Gebert zu Ehrensängern ernannt.

Als Ausflugsziel für den 1-tägigen Ausflug einigte man sich für eine kombinierte Bus / Schiffsreise, auf die Insel Reichenau.

2010

Gemeinsam mit dem Gesangverein Frohsinn erklingen beim Konzert in der Lindenhalle in Ehingen bekannte UFA-Tonfilmmelodien unter dem Motto: „ES WAR EINMAL“ von Werner Richard Heymann, unter der Leitung von Chorleiterin Inga Schmidt, vom Gesangverein „Frohsinn“ Ingstetten sowie unter Chorleiter Alexander Lotz von der Liedertafel.

Der Vereinsausflug geht mit 49 Teilnehmer für 3 Tage an und mit einer Schifffahrt, auch auf die Mosel.

2011

Am 15. Mai beim Gausängertreffen vom Donau-Bussen-Sängergau in Zwiefalten, hatte sich die Liedertafel für einen Auftritt mit drei Liedern angemeldet. Am 29. Oktober trifft man sich beim gemeinsamen Liederabend in Ingstatten, gestaltet vom Gesangverein „Frohsinn“ Ingstetten, dem Kinderchor Ingstetten, dem Jungen Chor „Happy Voices“ und der Liedertafel Ehingen.

Der 1-tägige Vereinsausflug im Jahre 2011 geht in das schöne Allgäu an den Forggensee. Bei der HV 2011 wird Karin Müller, nach dem Rücktritt von Uschi Stückle zur 2. Vorsitzenden gewählt.

Liedertafel wird mit der „Conradin Kreutzer–Tafel“ ausgezeichnet! Das Ehinger Tagblatt schrieb: „Die Liedertafel Ehingen ist in ihrem 180. Jahr mit der „Conradin-Kreutzer-Tafel“ ausgezeichnet worden und freut sich jetzt aufs Jubiläumsfest im Oktober. In Verbindung mit der Landesgartenschau fand in Nagold das Landesmusikfestival statt, wobei 43 Musikvereine und Chöre des Landes mit der Conradin-Kreutzer-Tafel ausgezeichnet wurden. Unter ihnen war auch die Liedertafel Ehingen, die diesen Anlass gleichzeitig mit ihrem Jahresausflug verband und mit den Sängern vom LK-Kirchen gemeinsam, unter der Leitung von Alexander Lotz, einen Konzertauftritt in der Innenstadt aufführten. Die Liedertafel freut sich nun auf den 27.Oktober, wenn es in der Lindenhalle bei freiem Eintritt heißt: „180 Jahre Liedertafel Ehingen“. Dieser Festabend und dieses Festkonzert soll auch dazu benutzt werden, Rückschau zu halten über den ältesten Verein der Stadt Ehingen. Zu diesem Festkonzert mit dem Motto: „Es war einmal“ und mit Unterstützung durch den Gesangverein „Frohsinn“ Ingstetten, werden viele Ehrengäste geladen. Unter Anderem wird auch der Landrat des Alb-Donau-Kreises, oder dessen Vertreter für die Übergabe der „Zelterplakette“ an die Liedertafel erwartet. Die Zusage des Oberbürgermeisters der Stadt Ehingen Alexander Baumann, ebenso von den Vertreter des Donau-Bussen Sängergaues, liegt- oder liegen zu diesem Zeitpunkt bereits vor.“

2013

Bei der Hauptversammlung ergeben sich beim TOP „Wahlen“ keine Änderungen im Vorstand.

Der 1-tägige Vereinsausflug geht im Jahre 2013 in den Bregenzerwald, mit einer Führung in einer Schaubrennerei und einer Imkerei in Egg, anschließend einer Fahrt mit dem Wälderbähnle und einem Abschluss in Leonhardts Stallbesen in Niederwangen.

2014

Herbstkonzert in der Lindenhalle mit dem Motto: „MUSIK MACHT GUTE LAUNE“. Die Mitwirkenden sind: Der gemischte Chor der Liedertafel Ehingen mit Verstärkung durch Sänger des GV Hausen o.U, der Liederkranz Kirchen, am Flügel: Liana Roth, mit der Trompete: Alexander Klink und am Schlagzeug Max Huber. Die Gesamtleitung hatte Chorleiter Alexander Lotz.

Der 1-tägige Vereinsausflug geht an den Bodensee, wobei ein erster Halt mit einem Besuch, einschließlich einem Chorauftritt, unter der Leitung von Ehrenchorleiter Heinz Feil, der Wallfahrtskirche, dem großartigen Barockjuwel, in Birnau gilt. Die Fahrt geht weiter zum „Weingut Haltnau“ mit Weinprobe und anschließend mit einer Schifffahrt auf dem Bodensee nach Friedrichshafen, wo bereits der Bus wieder für die Heimfahrt wartet.

2015

Bei der Hauptversammlung wird beschlossen, dass die Liedertafel bei der Ehinger Kirbe vorläufig nicht mehr repräsentativ sein wird, wobei das vereinseigene Kasperltheater, so lange es besetzt werden kann, eine Ausnahme bilden soll.

Der Vereinsausflug geht zum „Apfelzügle“ nach Lippertsweiler, mit einer Rundfahrt mit dem Apfelzügle und einem zünftigen Aufenthalt in der Besenwirtschaft.

2016

Bei der ord. Hauptversammlung wird die neue überarbeitete Satzung vorgestellt, die vor Allem die Punkte der Gemeinnützigkeit betrifft, aber auch noch weitere Änderungen wie vom Gestzgeber gefordert, beinhaltet. Die Satzungsänderung wird von der Hauptversammlung einstimmig angenommen und beschlossen und ersetzt somit lt. Änderungsbeschluss beim AG Ehingen, die bisherige Satzung des Vereins vom 9. April 1981, einschließlich der Änderung vom 21. Mai 1995.

Ebenfalls wird bei dieser Hauptversammlung der vorläufige Entschluss gefasst, in Zukunft keine eigenen Konzerte mehr auszuführen, außer bei der Mitwirkung an der Chorserenade, beim Ehinger Musiksommer, dem Chor-Auftritt beim Zeltgottesdienst am Kinderfest, sowie beim Weihnachtssingen im Kreiskrankenhaus. Trotzdem wolle man, im gegenseitigen Einvernehmen, auch weiterhin mit anderen Vereinen bei der gegenseitigen Aushilfe in allen Stimmlagen fusionieren.

Das Ausflugsziel in diesem Jahr ist eine Ausfahrt an den Heiterwanger- und Plansee in Tirol mit einem Abschluss im Berggasthof „Haldenhof“ in Neutrauchburg

2017

Bei der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Januar, beim TOP „Wahlen“ ergeben sich folgende personelle Änderungen in der Vereinsführung: Da die bisherige 2. Vorsitzende Karin Müller aus ihrem Amt als 2. Vorsitzende zurücktrat, wird dieses Amt mit der einstimmigen Wahl, mit Gertrud Fanselow besetzt. Diese Änderung wurde umgehend dem Vereinsregister beim AG Ehingen gemeldet und so mit der Beglaubigung der Unterschriften in das Vereinsregister aufgenommen.

Der Liedertafel-Ausflug geht zunächst zur Wallfahrtskirche nach Steinhausen, wo unter der Leitung von Ehrenchorleiter Heinz Feil mehrere Chorauftritte stattfinden. Danach geht die Fahrt weiter nach Bad Schussenried, in die gleichnamige Brauereiwirtschaft zum Weißwurstfrühstück, anschließend zum „Moorbähnle“ nach Bad Wurzach. Der Abschluss ist dann in fröhlicher Runde, beim „Mostbauer“ in Bad Waldsee.